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Künstler des Monats Oktober 2011 Alejandro Olivares

Verfasst von Ivo Haarmann am Dienstag, 01 November 2011. Veröffentlicht in Ausgezeichnete Künstler

Jeden Monat küren wir einen herausragenden Künstler - diesmal: Alejandro Olivares

Künstler des Monats Oktober 2011 Alejandro Olivares

Der gebürtige chilenische Künstler Alejandro Olivares wurde von uns zum Künstler des Monats Oktober gewählt. Seine Kunstwerke sind unserer Meinung nach sehr stimmungshafte Naturbilder, die die Schönheit und Dramatik eines Momentes der Natur in besonderer ausdrucksstarker Weise festhalten. Gepaart mit einer wundervollen Maltechnik bewegen und stimmen sie nachdenklich.

Besondere Naturmomente werden mit impressionistischen Pinselstrichen auf Malpappe konserviert. Trotz der dargestellten Naturdramatik und eingefangenen Bewegung wirken die Bilder gleichzeitig melancholisch und regen zum Nachdenken an. Eine Symbiose aus Schönheit und Tiefe zeichnen die Kunstwerke aus und machen Sie so einzigartig.
Werke des Künstlers können in seiner 3D-KunstGalerie bestaunt werden.

 

zur Online Kunstgalerie von Alejandro Olivares

 

 

Über den Kunst von Herrn Alejandro Olivares:

Festhalten - Die Schönheit der Natur und ein bisschen mehr...
Um die Schönheit der Natur festzuhalten, bedarf es besonderer Malfertigkeiten. Das allein ist schon eine Kunst für sich und nicht jedem Künstler gegeben. Doch auch Naturbilder sind nicht gleich Naturbilder. Um Stimmungen und Launen der Natur in einem Kunstwerk in einer solchen Dramatik und Ausdrucksstärke einzufangen, bedarf es zusätzlich Emotionen des Malers, sein persönliches Empfinden, das er den Kunstwerken beifügt und es so zu einem Erlebnis verwandelt. Nur wenn die innere Seelenwelt des Malers ein Naturerlebnis in seiner Tiefe und Schönheit auch erlebt, kann er sie an die Außenwelt und dem Betrachter weitergeben und sie ihm übermitteln. Diesen Empfindungsprozess spürt man beim Betrachten der Kunstwerke von Alejandro Olivares und so werden realistisch gemalte Kunstwerke zu einem Empfinden auf der anderen Seite des Kunstwerkes - auf der anderen Seite der Welt...

 

Alejandro-Olivares bem Malen
Alejandro Olivares beim Malen in Algarrobo - Playa Canelillo - Chile

Der Künstler war so freundlich uns ein Exklusiv-Interview zu geben, welches wir hier wiedergeben möchten:

1. Wie kamen Sie zur Kunst / Malerei (gab es ein Schlüsselerlebnis oder ist es ein inneres Bedürfnis von Ihnen)?
Schon als Kind habe ich alles Papier mit meinen Zeichnungen gefüllt, selbst die Ränder des Mathematikheftes. Es war meine mir eigene Form mich auszudrücken. Eines Tages, ich war etwa 16 Jahre alt, ließ uns die Musiklehrerin eine klassische Musik hören und bat uns, etwas dazu zu schreiben. Ich fragte, ob ich statt dessen etwas dazu malen dürfe. Ich malte Berge, Wälder, blumige Wiesen, Gewitter, Bach, Sonnenaufgang etc… und die Lehrerin war fasziniert vom meiner Arbeit. Sie fragte mich, ob ich dieses Musikstück kenne. In meiner Familie hörten wir niemals klassische Musik. Folglich hatte ich keine Ahnung, was es mit diesem Stück auf sich hatte. Es waren die“ Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi. Damals habe ich erlebt, dass ich eine künstlerische Empfindsamkeit habe.
Bis zum Zeitpunkt der „Präuniversität“ (dies ist ein Jahr Vorbereitung auf die Uni, nach dem Abitur) hatte ich keinen bestimmten Berufswunsch. Als ich dann gefragt wurde, was ich später studieren wolle, kam es ganz unüberlegt, aber ganz von innen: „Kunst“
Ich trat dann in die Kunstfakultät der sehr renommierten „Universidad de Chile“ ein. Meine Noten in der Schule waren eher durchschnittlich gewesen, aber hier an der Uni waren meine Noten exzellent und ich schloss das Studium mit „maxima distincion“ (höchste Auszeichnung) ab. Ich habe einen Abschluss als „Licenciado en Arte“ mit dem Zusatztitel „Maler“.


2. Welchen Stellenwert nimmt die Kunst in Ihrem Leben ein?

Es gibt keinen Stellenwert, denn Kunst ist für mich ALLES, mein ganzes Leben und Sein. All meine Erlebnisse und Erfahrungen haben einen Bezug zu meiner Kunst. Ich beobachte alles durch meine Kunst. Ich male das, was mich umgibt.


3. Malen Sie eher für sich oder für andere?
Ich glaube, dass jeder Künstler sich mitteilen will, also nicht nur seine Kunst im stillen Kämmerchen aufbewahren will. Und doch ist dieses Mitteilen-Wollen niemals der Mittelpunkt, vielmehr ist das Malen eine innere Notwendigkeit. Wenn ich für andere malen würde, müsste ich mich fragen: Was kommt beim Anderen gut an oder wie muss ich malen (oder in welchem Format), damit ich gut auf den Markt komme, was ist gerade „IN“, etc.? Ich habe gar keine Ahnung, was der Markt von mir als Künstler erwartet, überhaupt kein Interesse daran. Ich male das und so, wie es aus mir selber herauskommt. Mein Wunsch wäre es allerdings, dass Kunst eben nicht nur einem bestimmten Publikum zugänglich ist, sondern dass alle Menschen Kunst als etwas Selbstverständliches in ihrem Alltag wahrnehmen.


4. Welche Inspiration brauchen Sie beim Malen (malen Sie aus einer Stimmung, einer Situation oder einem Erlebnis heraus)?
Keines von all diesem. Es ist vielmehr so, als wenn man Pilze suchen geht. Man geht durch den Wald und plötzlich ist da ein Pilz und den schneidet man ab und legt in den Korb. Ich gehe durch die Welt und plötzlich „finde“ ich am Wegesrand das „Bild“ das gemalt werden muss und dann male ich es. Manchmal viele Male, in verschiedenen Jahreszeiten, in verschiedenem Licht.


5. Wo, wann und wie kann man Ihre Kunst besichtigen (planen Sie Ausstellungen in Deutschland oder kommen Sie bald nach Deutschland damit Interessierte Sie eventuell kontaktieren können)?
Das ist eine schwierige Antwort. In diesem Moment kann ich mir nicht vorstellen, wo ich in Deutschland ausstellen könnte. Schön wäre es!!! Aber ich habe keine einschlägigen Kontakte.
Vor Jahren hatte ich Bilder in einer Galerie in Stuttgart (ich glaube da liegt noch immer ein Bild von mir herum, aber ich weiß nicht einmal mehr, wie die Galerie heißt.) Und in einer Galerie in Ulm, aber da wurde nie etwas verkauft, obwohl der Galerist begeistert war und alle Bilder schön gerahmt ausgestellt hat. Es gab da auch mal ein Projekt in der Nähe von Essen, als Essen Kulturhauptstadt war – und ich habe mir schon das Flugticket besorgt, um bei der Ausstellung anwesend zu sein, als alles sang – und klanglos abgeblasen wurde von jener verantwortlichen Person.
Im Augenblick ist das Internet der einzige Ort an dem man meine Bilder sehen kann und natürlich auch – nach vorheriger Anmeldung (E-Mail) - bei mir zuhause.

2012 kommt meine Frau nach Deutschland und sie könnte Bilder mitbringen, wenn sich entsprechende Kontakte ergeben. Außerdem hat ein Freund in der Schweiz einige Bilder von mir – sehr gute – falls sich spontan eine Ausstellung ergeben sollte.
Alles in allem: Ich lebe ziemlich am Ende der Welt, was natürlich die ganze Sache erschwert. Außerdem sind meine finanziellen Möglichkeiten gering und ausstellen kostet – für mich – sehr viel Geld.


6. Stellen Sie einen Unterschied der Kunstszene und der Kunstinteressierten in Europa und Südamerika fest? Wenn ja was sind diese Ihrer Meinung nach?
Seit 2000 lebe ich in Patagonien, weit weg von der Kunstszene und kann somit nicht viel darüber sagen. In El Bolson leben andere Kunstmaler, aber alle haben sehr große Schwierigkeiten, ihre Werke dem Publikum zu zeigen, vom Verkaufen reden wir lieber nicht.


7. Welches Ihrer eigenen Kunstwerke bedeutet Ihnen persönlich am Meisten und warum?
Da ich im Laufe meines Lebens ganz verschiedene Dinge/Stile gemalt habe, kann ich das so pauschal nicht sagen. Aus jeder Epoche gibt es Lieblingsbilder.
Aber wenn wir mal von den Landschaften sprechen: „El Huerto de los manzanos“. Leider habe ich von diesem Gemälde kein Foto und kann auch kein Foto davon machen, denn das Bild ist in der Schweiz. In diesem Bild stimmt für mich einfach alles. Ich habe hier vollkommen das erreicht, was ich erreichen wollte:  Technisch und gefühlsmäßig. 
Dieses Bild ist ein Abend im Herbst, Licht und Farben sind müde, es herrscht eine ruhige Stimmung.
Anmerkung: Landschaften male ich“ In situ“, eher kleine Formate und in etwa 15-40 Minuten. Es gibt ein paar wenige Bilder, die ich daheim gemalt habe und wo ich mich von einem Foto (meiner Reisen) habe inspirieren lassen (alle datieren mit 2011).


8. Wenn Sie sich drei Kunstwerke aller Museen dieser Welt für Ihre eigene Wohnung aussuchen könnten - welche wären es?

Die Geburt der Venus von Botticelli
Eine Landschaft von Ruisdael
Ein Bild von Sorolla


9. Was unterscheidet Sie / Ihre Kunst / Techniken von anderen Künstlern?

Ich male in kleinem Format. Begrenzte Zeit beim Malen, Ich male in sehr kurzer Zeit (15-40 Minuten), weil ich die Essenz widergeben möchte und mich nicht im Detail verlieren will. Auch wenn ich das Bild in wenigen Minuten male, so ist es doch das Produkt jahrelanger Mal- und Lebenserfahrung. Die Bewegung der Wolken ist die Bewegung meines Innenlebens, die Blume bricht hervor aus meinem Garten der Sehnsüchte. Die Farben meiner Palette sind die Farben des gelebten Lebens...
Ich habe kein Atelier, ich male „vor Ort“ auch im Schnee, Eis (wo oft die Farbe gefror und ich deshalb die Malpappe auf meinem Schoss auf einer Wärmflasche halten musste), Windstärke Sturm, so dass ich nicht genug Hände hatte Palette, Pinsel und Bild festzuhalten (die Malpappe war dann auf einem Brett befestigt, das ich zwischen die Beine klemmte). Ich würde sagen, dass mich das von den allermeisten Künstlern unterscheidet: Ich gebe mich total preis. Ich lebe die Elemente. Und das ist das absolute Fundament meiner Werke.


10.   Sie malen hauptsächlich Naturbilder und Stilleben mit einer fesselnden Technik und Ausdrucksstärke.
Wäre diese Ausdrucksstärke auch in der Portraitmalerei für Sie möglich?

Ich begann vor wenigen Wochen damit, Menschen zu malen. Ich betrachte das Gesicht wie eine Landschaft, versuche die Essenz zu erfühlen, die sich in dieser „Landschaft“ offenbart. Nicht ein naturgetreues Abbild (möglichst hübsch) vom Gesicht, sondern was dieser Mensch im Augenblick an Gefühlen übermittelt. Ein Unterfangen, das Mut erfordert – seitens des Malers und auch des Models. Auf meinem Blog können Sie die Arbeiten sehen – es ist ein Beginn, mehr nicht. www.artolivares.blogspot.com


11. Wir kennen Ihre impressionistischen Werke. Gab es auch weitere Stilrichtungen, denen Sie sich in Ihrer vergangenen Schaffenszeit gewidmet haben?

Ich weiß nicht, ob meine Werke „impressionistisch“ sind. Meine Frau hat die Bilder auf Ihre Webseite hochgeladen und dort unter „impressionistisch“ eingeordnet, weil  sie keine andere passende Rubrik fand. Da ich die Realität male und meine Bilder aus der Entfernung oft wie Fotos wirken, könnte ich sie vielleicht unter Realismus einordnen. Andererseits bemühe ich mich, mich nicht im Detail zu verlieren, sondern abstrakte Massen zu malen. So sieht man auf meinen Bildern aus der Nähe nur Flecken. Man könnte meine Bilder durchaus als abstrakt ansehen. Für die Theorie habe ich mich nie besonders interessiert. Im Grunde ist es mir völlig egal, wo man mich einordnet.

Meine Werke sind das Resultat der Zeiten meiner Seele. (wörtlich: "Mis obras son el resultado de los tiempos de mi alma.")


Treffender kann man die Kunst von Herrn Olivares mit nur einem Satz wohl nicht beschreiben...
Wir wünschen Herrn Olivares im fernen Südamerika viel Erfolg und bedanken uns sehr herzlich dafür, dass er uns die Natur ein Stück näher gebracht hat und wir in seine Künstler- und Seelenwelt eintauchen dürften. Gerade zur jetzigen Jahreszeit in der die Blätter eine wahre Farbenpracht entwickeln - empfinden wir diese Reise als ein Anstosspunkt zur Rückgesinnung und Besinnung auf wahre Werte und der Wahrnehmung seiner Umwelt - mit einer tief schlummernden und zart wiedererweckten philosophischen Frage nach dem Wesen des Lebens und des Seins der Natur...


Hier sehen Sie einen Auszug von drei Kunstwerken, die uns besonders angesprochen haben.

1. Kunstwerk - Herbstmorgen:

Frostmorgen

Der Künstler über sein Kunstwerk:
"Das Licht verändert in jedem Augenblick alles. Eines Morgens wachst du auf und ein grüner Baum verwandelte sich in eine gelbe Flamme. Du wanderst durch die Landschaft zwischen Sträuchern und Bäumen und plötzlich springt dir Zinnoberrot ins Auge. Vor wenigen Tagen noch vibrierte alles in Grün und jetzt brennt die Palette in Herbstfarben. Temperatur, Wind, Licht, Feuchtigkeit, Geruch - alles ist Farbe. Das ganze Spektrum der Farben ist in der Natur gegenwärtig." (Alejandro Olivares)


2. Kunstwerk - Sturm:

Sturm


3. Kunstwerk - Herbstwiese:

Herbstwiese

 

Abschließend möchten wir einen Artikel-Auszug über den Schaffensprozesses aus Sicht des Künstlers wiedergeben:

Das Licht verwandelt alles in jedem Moment. Eines Morgens wachst du auf und ein grüner Baum wurde in eine gelbe Flamme verwandelt. Du gehst durch die Landschaft zwischen Sträuchern und Bäumen und wirst plötzlich von einem Zinnoberrot angesprungen. Vor ein paar Tagen noch vibriere alles in Schattierungen von Grün und heute brennt alles auf deiner Palette. (Anmerkung: Herbst)
Temperatur, Wind, Licht, Feuchtigkeit, Geruch - alles es IST Farbe.


Die Landschaft besteht aus dem Sichtbaren und aus dem Unsichtbaren. Die Farben ergeben sich aus der Vermischung dieser beiden Elemente und die Landschaft ist aus dieser wunderbaren Mischung geschaffen: die Aussenschau und die Innenschau,  die perfekte Synchronität dieser beiden Elemente einerseits. Andererseits: Hinschauen, was ich selber innerlich fühle.

Jeder Maler hat seine eigene Art zu sehen, sein eigenes Wesen und seine eigenen Farben. Je mehr wir beobachten, desto reicher wird unsere Palette. Wir haben mehr Werkzeuge, um die Landschaft zu erschließen, um die Form der Dinge zu erkennen und ihre Bewegung und ihre Beziehung zum Ganzen zu erspüren. Dies erlaubt uns das wahre Wesen der Landschaft zu erfassen und nicht nur ein paar Farben auf einer Leinwand wiederzugeben.

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Die Landschaft besteht aus Geruch, Farbe, Berührung, Temperatur, Zeit, Klang. Alle Sinneindrücke müssen im  Landschaftsbild ausgedrückt werden!

Nur wenn wir die Natur leben und erleben, den Lauf der Jahreszeiten miterleben, entdecken wir jene Musik, die alles durchströmt. Beobachten Sie, wie das Gras im Frühjahr wächst, legen Sie Ihre Hand auf das trockene Gras des Sommers, sehen sie im Gelbwerden der Papeln den Herbst, fühlen Sie den Regen und Wind des Winters und entdecken Sie das Wunder des neuen Lebens im Frühling. Alles wächst und alles schreitet fort. Dies soll das Landschaftsbild zum Ausdruck bringen: Das Leben in all seiner Fülle.

Die Landschaft beobachten heißt die Zeit beobachten. Sie ist ständig in Bewegung. Alles verändert sich ständig. Auch wenn der Berg vor meinem Fenster seine Form nicht ändert, verwandeln sich doch seine Farben unentwegt (Nebel, Regen, Abendrot, Dämmerung, Morgenlicht etc . Gehe ein paar Meter weiter und schau von einem anderen Standpunkt zurück auf den Berg: Alles ist neu, alles ist anders, bei jedem Schritt. Bei jedem Schritt haben wir einen anderen Standpunkt, eine andere Aussicht. Um immer wieder etwas Neues zu schaffen, müssen wir uns bewegen, unsere Konzepte müssen sich immer wieder aufs Neue wandeln, sonst drehen wir uns im Kreis und nichts Neues entsteht. Wir dürfen uns nicht an irgendwelchen Ideen festklammern. Die Natur zeigt uns, dass alles in ständiger Bewegung und Veränderung ist.

Das Werk darf nicht armselig sein, es muss überströmen.
Das Licht muss mehr sein als nur ein Lichtstrahl im Schnee, es muss Hoffnung vermitteln, das Versprechen eines neuen Frühlings, eines neuen Lebens, das unter der Kälte bereitliegt.
Oder wenn wir ein Unwetter malen, das mit wilden Windstößen daher tobt und die winterkahlen Bäume schüttelt. Das Indigoblau muss die Wut Gottes herüberbringen und wir, als die schwachen Äste taumeln im Sturm. Das Leben ist ein Weg. Manchmal verliert sich dieser Weg in der Finsternis, manchmal liegt er im strahlenden Licht. Das Leuchten des Grases und die Blumen im Frühjahr erheben uns zur höchsten Hoffnung. Die sommerliche Landschaft hüllt uns ein in die süße Lethargie. Ein düsterer Morgen, wo die Formen nur langsam hervorkommen mit dem ersten Licht, wo die Farben noch kaum zu sehen sind, erscheint plötzlich ein erster Lichtstrahl – nur eine Linie – und sagt uns: Hier ist die Hoffnung des neuen Tages.

Unser Werk ist letzter Ausdruck unseres Innenlebens und unserer Sensibilität.
Die Suche nach dem Konzept steht in direktem Zusammenhang mit dieser inneren Sensibilität. Egal was wir malen, es wird immer ein Spiegelbild sein, dessen wer wir sind, von was wir unseren Geist nähren, was wir lieben, träumen, unsere Sorgen und Konflikte, des Erhabenen und Göttlichen in uns, - eben  unserer ureigenes Leben.

Landschaftsbilder zu malen kommt ganz spontan wenn ich dort lebe, wo die Natur allgegenwärtig ist in ihrer Schönheit und Großartigkeit. Anfangs malst du so, wie es dir – innerhalb der vier Wände – beigebracht worden ist. Das Meer ist blau, der Baum grün, der Schnee weiß. All diese uns eingetrichterten Konzepte, die so ungenügend sind, wenn wir die Landschaft malen wollen. Eigentlich ein unmögliches, ja abartiges Unterfangen, die Natur malen zu wollen innerhalb der vier Wände. (Ich habe als junger Maler in der Stadt gelebt und Natur von Postkarten gemalt.)

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